KESSELBERG ENSEMBLE
Seit 2019 arbeitet das „Kesselberg Ensemble“ unter der Leitung von Ilze Grudule an dem gross angelegten Projekt: ein Weihnachtsoratorium mit 6 zeitgenössischen Schweizer Komponisten, als Reflexion, als Kommentar, als Canticum für das berühmte Werk von Johann Sebastian Bach. Bislang wurden 5 in der Nordwestschweiz lebende und arbeitende Komponisten angesprochen: Hans-Martin Linde, Lukas Huber, Helena Winkelman, Raitis Grigalis und Isabel Klaus. Jeder der Komponisten komponiert ein Vokal-Instrumentalstück zu einem der Teile von Bachs Oratorium und kreiert Musik für die Besetzung der Kantate.


ILZE GRUDULE
Ilze Grudule ist Barockcellistin, Projektleiterin und Dirigentin mehrerer Chöre in der Region Basel. Neben der Leitung des von ihr 2004 mitgegründeten „Kesselberg Ensembles“ für alte und neue Musik realisiert sie verschiedene Projekte – von Festivals bis hin zu CD-Produktionen. 2004-2016 hat sie das Festival Barockmusiktage Rezekne (Lettland) geleitet und 2015 in Basel das Wort- und Musikprojekt „Reflektorium“ ins Leben gerufen. 2018 wurde Ilze Grudule für den Lettischen Musikpreis, die höchste Auszeichnung ihres Heimatlandes, nominiert. Als Cellistin ist Ilze Grudule erste Cellistin des „Capriccio Barockorchester“ und Co-Leiterin des „Prima Vista Streichorchester“ der Musikschule Basel.
Derzeit arbeitet sie an zwei umfangreichen Projekten: der
Gesamtausgabe der Instrumentalkonzerte von Johann Gottfried Müthel auf den CDs sowie als Neue Urtext-Edition und die Kreation eines Weihnachtsoratoriums zusammen mit 6 zeitgenössischen Schweizer Komponisten.
VOKALSOLISTEN-QUARTETT:
Das Vokalsolisten-Quartett – Theresa Kuhar von Bibra, Sopran – Ivana Sofia Ivanović, Alt – Jan Hofstetter, Tenor – Raitis Grigalis, Bass – besteht aus leidenschaftlichen, talentierten Musikern, die auch in diesem Jahr für besonderen Genuss sorgen. Die Zusammenarbeit mit ihnen und dem „Kesselberg Ensemble“, die vor einigen Jahren begann, ist vielversprechend und gegenseitig inspirierend. Das Miteinander stützt sich auf das Vertrauen, das wir in die Vokalisten und die Instrumentalgruppe gesetzt haben.
Die deutsche Sopranistin Theresa Kuhar von Bibra schloss ihr Gesangsstudium an der Schola Cantorum in Basel bei Prof. Ulrike Hofbauer ab und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffende Musikerin. Der jungen Sopranistin liegt vor allem die Kirchenmusik am Herzen. So ist sie als Solistin in Oratorien von Carissimi und Schütz über Kaiser und Bach bis hin zu Mozart und Haydn zu hören und konzertiert mit Ensembles wie Basler Vokalsolisten, Larynx, Prospero Consort, Europäisches Hanseensemble oder in den Abendmusiken Basel. Die Partie des Hyacinth aus Mozarts Oper Apollo und Hyacinth brachte sie in Ulm und Augsburg zur Aufführung. Sie gründete gemeinsam mit zwei ihrer Schwestern das BiberTrio, ist vielfältig sozial tätig, hat sich im Kulturmanagement etabliert und ist darüber hinaus eine leidenschaftliche Pädagogin.
Die serbisch-französische Mezzosopranistin Ivana Sofia Ivanović begann ihre Ausbildung als Sängerin im Jungen Chor des Konservatoriums von Bordeaux und wirkte in zahlreichen Produktionen der Opéra de Bordeaux mit. Nach einem Cembalostudium bei Brice Sailly, einem Bachelor in Chorleitung bei Roland Lemêtre am Konservatorium von Rueil-Malmaison, einem Abschluss in Musikwissenschaft und einem Master in Moderner Literatur an der Universität von Bordeaux erwarb sie einen Bachelor in Renaissance-Gesang bei Véronique Bourin am Konservatorium von Tours und einen Master in Interpretation von Mittelalter- und Renaissance-Gesang bei Katarina Livljanić an der Schola Cantorum in Basel, wo sie derzeit Gesangspädagogik studiert. Als Liebhaberin mittelalterlicher Tasteninstrumente studiert sie außerdem Organetto und Clavicymbalum bei Corina Marti an der Schola Cantorum Basiliensis. Als Solistin konzertiert sie mit Ensembles für Alte Musik wie Le Miroir de Musique, Sollazzo, La Morra, Peregrina sowie mit dem Vokalensemble für Mittelalter und Renaissance KIMA, dessen Gründerin und Leiterin sie ist. Sie leitet mehrere Chöre in der Schweiz und organisiert regelmäßig Workshops für Gesangstechnik und Chorsingen in Frankreich.


Jan Hofstetter fand im Alter von zehn Jahren mit den Solothurner Singknaben den Weg zur Musik. Als Knabensolist auf Konzertreisen durch Europa entdeckte er unter anderem durch Auftritte im Petersdom und der St. Paul’s Cathedral die Leidenschaft für die Alte Musik. Zusätzlich nahm er ab 2015 Gesangsunterricht bei Jan Börner, wo er sich mit der Arbeit der Gesangstechniken und des Solo-Repertoires auseinandersetzte. Seit 2023 studiert er als Tenor bei Prof. Ulrike Hofbauer an der Schola Cantorum Basiliensis. Es folgten Meisterkurse mitunter bei Sabine Schütz, Emma Kirkby und Margreet Honig. Als Solist arbeitete Jan Hofstetter unter anderem mit der „lautten compagney BERLIN“ oder den „Abendmusiken Basel“ zusammen. Neben seiner solistischen Tätigkeit wirkt er ausserdem in Ensembles wie „larynx Vokalensemble“ oder im Programm des Europäischen „Hanse- Ensemble“ in Lübeck mit.
Der Dirigent und Sänger Raitis Grigalis wurde 1975 in Riga geboren und wuchs in der musikalischen Tradition Lettlands auf. Nach seiner Ausbildung in Riga studierte er Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Neben seiner solistischen Karriere ist er Mitglied verschiedener Ensembles wie dem Ensemble Gilles Binchois und tritt in ganz Europa auf. Sein Repertoire erstreckt sich von Werken des Mittelalters bis zur Romantik. Grigalis gründete das Vokalensemble der St. Peters Kirche in Riga und setzte dort historisch orientierte Musizierweisen um.

RAITIS GRIGALIS
Die neue Komposition dieses Jahres stammt vom lettischen Komponisten Raitis Grigalis.
Der Dirigent und Sänger Raitis Grigalis wurde 1975 in Riga geboren und wuchs in der musikalischen Tradition Lettlands auf. Nach seiner Ausbildung in Riga studierte er Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Neben seiner solistischen Karriere ist er Mitglied verschiedener Ensembles wie dem Ensemble Gilles Binchois und tritt in ganz Europa auf. Sein Repertoire erstreckt sich von Werken des Mittelalters bis zur Romantik. Grigalis gründete das Vokalensemble der St. Peters Kirche in Riga und setzte dort historisch orientierte Musizierweisen um.
PETERSKIRCHE BASEL
Auch die Peterskirche Basel möchte die Tradition der Aufführung von Bachs Oratorium in der Adventszeit fortsetzen und dabei u. a. auf den Erfahrungen aufbauen, die in den Jahren 2017-2020 mit „Musica Fiorita“ unter der Leitung von Daniela Dolci mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums in ähnlicher Form gemacht wurden. Wie 2023 wird auch dieses Jahr die Musik Bachs von der Reflexion eines zeitgenössischen Komponisten über eine der Oratorienkantaten Bachs begleitet. Anders als beim Projekt von „Musica Fiorita“ liegt der Schwerpunkt nicht auf der Rekonstruktion der historischen Situation von Bachs Musik im Rahmen des Gottesdienstes, sondern darauf, diese 300 Jahre alte Musik so weit wie möglich in die Gegenwart zu bringen. Die wichtigsten Leitlinien des Projekts sind: Impuls und Reflexion von/über die ideologischen und musikalischen Themen der Kantate in der zeitgenössischen Komposition und die Predigt des Pfarrers über aktuelle Themen der Gesellschaft im Kontext alter und neuer Musik.
Der CHOR GEMPEN HOCHWALD ging 2006 aus der Fusion der Chöre Gemischter Chor Gempen und Chorgemeinschaft Hochwald hervor. Rund 25-30 motivierte Sängerinnen und Sänger engagieren sich seit 35 Jahren sehr stark für die Vermittlung der Vokalmusik in der Region Basel.
Dank zielgerichteter Probenarbeit auf anspruchsvollem musikalischem Niveau ist der Chor auch mit zeitgenössischer Chormusik, u.a. Uraufführungen der Schweizer Chormusik über die Region hinaus bekannt geworden. Seit mehr als 20 Jahren haben die Adventskonzerte mit traditionell klassischer und zeitgenössischer Musik einen festen Platz im Jahresprogramm. Seit 2018 ist Ilze Grudule die Dirigentin des Chores.
Kammerchor Munzach
Der Kammerchor Munzach ist ein ambitionierter Laienchor mit jeweils zwei grösseren Projekten pro Jahr. Schwerpunkt ist die A-cappella Musik aus verschiedenen Epochen bis zu Komponisten aus dem 20. und 21. Jahrhundert, aber auch Volkslieder. Für die Projekte wird der Kammerchor Munzach mit erfahrenen ChorsängerInnen verstärkt, und mit regelmässiger Stimmbildung werden gezielt technische und musikalische Fertigkeiten geprobt. Dabei wird besonders auf eine stilistisch ansprechende und adäquate Ausführung geachtet.
MUSIKSCHULE BASEL – Prima Vista Streichorchester
Ein weiterer Partner ist seit 2023 die Musikschule Basel mit dem Prima Vista Streichorchester unter der Leitung von Salome Janner und Ilze Grudule.
«prima vista» bedeutet auf Italienisch «auf den ersten Blick». So trifft sich das Ensemble einmal im Monat an einem Samstagnachmittag und beschäftigt sich mit schöner Streichorchesterliteratur aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen. Die Kompositionen werden «vom Blatt» gespielt.
International Community Music School Basel
Die International Community Music School Basel wurde von in Basel lebenden Berufsmusikern und Musiklehrern aus verschiedenen Ländern gegründet. Wir möchten in den multikulturellen Gemeinden der Region Basel hochwertigen Musikunterricht anbieten und neue Verbindungen zwischen den Schülern und Familien unterschiedlichster Herkunft durch ihr gemeinsames Interesse an der Musik schaffen. Durch regelmässige musikalische Zusammentreffen mit einheimischen Ortsansässigen erhoffen wir uns die Integration der ausländischen Familien zu erleichtern.



